Heutzutage sind viele Geldanleger verunsichert, ob ihre Ersparnisse oder ihr Vermögen wirklich sicher angelegt sind. Gerade im Hinblick auf Finanzkrisen und finanzielle Zusammenbrüche von Banken suchen viele Investoren nach Geldanlagen, die wirklich sicher sind.
Ein Kriterium, wenn man nach sicheren Geldanlagen sucht, ist der Hinweis auf die Mündelsicherheit.
Bei mündelsicheren Geldanlagen ist der Wertverlust so gut wie ausgeschlossen. Mündelsicher heißen diese Geldanlagen, weil sie nach den Vorschriften der Paragrafen 1806 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) als Geldanlagen genutzt werden können, in denen ein Vormund, ein Pfleger oder ein Betreuer einen Teil des Vermögens seines Mündels anlegen kann. Zu den mündelsicheren Geldanlagen gehören vor allem festverzinsliche Anleihen, wie zum Beispiel deutsche Hypothekenschulden, deutsche Grundschulden, deutsche Rentenschulden, Bundesanleihen der Bundesrepublik Deutschland, Länderanleihen der deutschen Bundesländer sowie inländische Pfandbriefe. Diese Geldanlagen zeichnen sich durch eine sehr konservative Anlagepolitik aus, wodurch ihre Sicherheit gewährleistet ist.
Doch nicht nur die Investition in mündelsichere Anlageformen ist eine sichere Geldanlage.
Auch eine Geldanlage auf einem Sparbuch, einem Tagesgeldkonto oder einem Festgeldkonto ist sehr sicher. Allerdings sollte man bei der Kontoeröffnung darauf achten, dass die kontoführende Bank einem Einlagensicherungsfonds angehört. In Deutschland gehören alle bekannten Kreditinstitute einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds an, der neben der gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherung noch eine zusätzliche Sicherheit für die Anleger bedeutet. Durch den freiwilligen Einlagensicherungsfonds ist die Geldanlage jedes einzelnen Kunden einer Bank bis zu 30 % des Eigenkapitals der Bank abgesichert. Bei den Genossenschaftsbanken und bei den Sparkassen sind außerdem auch alle Schuldverschreibungen und Zertifikate dieser Institute versichert, was bei den deutschen Privatbanken nicht der Fall ist. Vorsicht ist allerdings bei den Angeboten ausländischer Banken geboten, die oft mit höheren Zinsen bei Geldanlagen locken. Hier sollte man sich sehr genau danach erkundigen, ob der Anbieter einem Sicherungsfonds angehört, wie sich dieser finanziert und bis zu welcher Höhe die Kundengelder abgesichert sind.
Auch der Kauf von Aktien einiger Großunternehmen kann als sicher gelten. Dabei sollte man sich aber vor allem auf den Kauf von Aktien der größten deutschen Unternehmen konzentrieren. Man sollte außerdem beachten, dass Aktienkurse täglichen Kursschwankungen unterliegen und die Geldanlage in Aktien als langfristige Anlageform gesehen werden sollte.
Zusammenfassend kann man sagen, dass sich sichere Geldanlagen durch eine sehr konservative Anlagepolitik auszeichnen. Dadurch bedingt ist der Zinsertrag aus solchen Geldanlagen meist nicht so hoch wie bei spekulativeren Anlageformen. Dafür bieten diese Geldanlagen dem Anleger aber die Sicherheit, dass er sein gesamtes angelegtes Vermögen entweder nach Ablauf der Anlagefrist oder auch bei Bedarf zurückerhält.
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